Spitzenprodukt für Banken: Lotus-Programm Simopt© für Windows!

Eigen-Depot optimal strukturieren - kompatible Ergänzung zu bestehenden Verfahren der Banksteuerung

Optimierung von Strategien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos von Kreditinstituten mittels Simulation.

Die Steuerung der Zinsänderungsrisiken bei Kreditinstituten ist ein zentraler strategischer Bereich, dem allein aufgrund der immensen Ertragseffekte die höchste Aufmerksamkeit gebührt.

So werden zwar umfangreiche Erhebungen, Aufstellungen und Analysen durchgeführt. Die verschiedensten Kennziffern werden berechnet und verfolgt. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, daß eine sinnvolle Steuerung des Zinsänderungsrisikos auf Basis dieser Daten gar nicht möglich ist, weil z.B. die Ertragseffekte oder der Gesamtbankzusammenhang nicht berücksichtigt werden. Was bleibt ist ein Stochern im Nebel und ein gefühlsmäßiges Entscheiden.

Die praktische Umsetzung eines leistungsfähigen Verfahrens ist in dem PC-Programm Simopt©realisiert, das seit mehreren Jahren bei Kreditinstituten im Einsatz ist. Es basiert auf den Ergebnissen einer wissenschaftlichen Untersuchung, die von der Commerzbank AG gefördert wurde.

Das Verfahren wurde auf Lotus-Basis programmiert und ist daher auf praktisch jedem PC leicht zu installieren. Simopt© verwendet die in der Bank vorhandenen Daten und ist daher ideal als Ergänzung zu bestehenden Verfahren einsetzbar.

Der Banker ist angesichts einer ungewissen Zukunft gezwungen, Prognosen abzugeben ob er will oder nicht. Durch Simopt© wird dieser Bereich auf ein Minimum reduziert.

Dabei wird nun die Zinsbindungsbilanz der Bank so strukturiert, daß unabhängig von der Zinsentwicklung ein akzeptables Überleben gesichert ist. Unter dieser Randbedingung sollen dann alle möglichen Chancen der Fristentransformation optimal genutzt werden.

Die "optimale Zinsbindungsstruktur" ist eine Struktur, die insbesondere den notwendigen Handlungsspielraum in der Zukunft erhält. Dieser Punkt ist besonders wichtig, da einmal versäumte Maßnahmen nicht nachgeholt werden können. Die Zeitfalle kann zuschnappen. Erst nach Jahren werden die Fehler spürbar.

Basis von Simopt© sind 12 Zinsszenarien, die die mögliche durchaus extreme Bandbreite der zukünftigen Zinsentwicklung abbilden sollen. Mit einer Art Prognoseverfahren werden daher mögliche Zinsstrukturverläufe für die nächsten 10 Jahre simuliert.

Das Simopt©-Optimierungsverfahren ist nun in der Lage, konkrete Festzinsstrategien anzugeben, mit denen eine Verbesserung der Ertrags-und Risikostruktur unter Berücksichtigung aller 12 Szenarien eintritt.

Eine einfache Strategie könnte beispielsweise darin bestehen, in 2 Monaten DM x Mio. zusätzliche Festzinsaktiva mit einer Laufzeit von 10 Jahren zu kaufen und diese über 3-Monats-Termingeld revolvierend zu refinanzieren.

Bei der Berechnung eines solchen Ergebnisses werden alle wichtigen Daten der Bank berücksichtigt. Insbesondere gehören dazu:

- die vereinbarten Festzinsfälligkeiten, Swaps, Floors und Caps

- das Zinsanpassungsverhalten aller übrigen Bilanzpositionen

- das erwartete Wachstum der Bestände

- die Entwicklung der GuV-Positionen

- die Erträge aus Fristentransformation

- Abschreibungserfordernisse und a.o. Erträge

- das individuelle Sicherheitsbedürfnis

Grundlage der Rechnungen sind Plan-Zinsertragsbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen, mit denen die Ergebnisse der Zukunft in den verschiedenen Szenarien berechnet werden. Sie machen die Rechnung völlig transparent und überprüfbar.

Das Risiko der Bank kommt in der Bandbreite der Ergebnisverläufe und auch im Ertragsniveau zum Ausdruck. Auf Basis dieser Ergebnisse berechnet Simopt© mittels eines Suchverfahrens gezielt mögliche Festzinsstrategien und bewertet diese unter Ertrags- und Risikogesichtspunkten.

So zeigt es sich beispielsweise, daß die von vielen Banken praktizierte Strategie einer Vorhaltung eines Teils des Sichteinlagenbodensatzes für spätere Festzinskredite nicht optimal ist. Einen höheren Wert erreicht eine Strategie, bei der relativ fristenkongruent und zeitgleich refinanziert wird und bei der sofort alle verfügbaren Festzinspassiva auch mit entsprechend langer Laufzeit ausgeliehen werden.

Simopt© geht mit dem Vorschlag einer konkreten Strategie weit über eine reine Risikobeurteilung hinaus. Im Ergebnis wird durch die Steuerung des Zinsänderungsrisiko mit Hilfe der Ergebnisse von Simopt© eine Strategie realisiert, bei der alle verfügbare Informationen berücksichtigt und konsequent umgesetzt werden. Die jährliche oder halbjährliche Wiederholung der Optimierungsrechnung erlaubt die Berücksichtigung der inzwischen eingetretenen Entwicklung und die sukzessive Realisierung der optimalen Zinsbindungsstruktur.

Eine Ergänzung der Simopt© -Strategie kann in der gezielten und streng begrenzten Anwendung hochwertigster Zinsprognosen bestehen. Vor dem Hintergrund einer bereits optimierten Zinsbindungsstruktur wird dann in einer immer bestehenden Grauzone ein Handelsbestand aufgebaut. Die Grauzone der Optimierung entsteht beispielsweise durch die Unsicherheit bei der Schätzung des zukünftigen Sichteinlagenwachstums. Entsprechend der Prognose steigender oder fallender Zinsen wird der Handelsbestand konsequent umgeschichtet.

Die szenariounabhängige Simopt©-Strategie wird dabei durch eine szenarioabhängige Strategie ergänzt. Ergebnisse zeigen, daß mit einem solchen Verfahren ohne zusätzliches Risiko beträchtliche Zusatzerträge erwirtschaftet werden können. So wurden durch den Einsatz des Neuronalen Netzes EvoPron© Renten beträchliche Zusatzerträge erwirtschaftet.

Grafik: Grundlage bei der Suche nach optimalen Strategien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos sind 12 mögliche Entwicklungen der Zinsstrukturkurve. Abgebildet ist die jeweilige Entwicklung des 10-Jahreszinses der 12 Szenarien. Das PC-Programm Simopt© wurde auf Lotus-Basis programmiert. Es geht mit dem Vorschlag einer konkreten Strategie weit über eine reine Risikobeurteilung konventioneller Verfahren hinaus. Da die gleichen bankinternen Daten verwendet werden, ist es ideal als Ergänzung einsetzbar.
 
 

Literatur:

Wild, Klaus-Dieter: Dynamische Optimierung der Zinsbindungsstruktur von Bankbilanzen mittels Simulation, Diss. Frankfurt 1987

Derselbe: Dynamische Optimierung der Zinsbindungsstruktur, in: Die Bank 9/87 S. 494 ff.

Derselbe: Der Einsatz von Zinsprognosen bei der Steuerung von Zinsänderungsrisiken, in: Die Sparkasse 9/92 S. 410 ff.

Derselbe: Optimale Steuerung der Zinsänderungsrisiken, in: Deutsche Sparkassenzeitung vom 30.8.91 S.3

Derselbe: Neuronale Netze im Rentenmanagement, in: Der Langfristige Kredit 23/95, S. 780 ff.

Home